Texte Adolphi

Adolphi 2021: Frieden als Ladenhüter?

Das Blättchen, 15.03.2021

Es war im Jahre 2009, als ich im Wartezimmer einer Arztpraxis mit einem Hauptfeldwebel ins Gespräch geriet. Er war als solcher nicht erkennbar, trug keine Uniform, wir waren nur zu zweit, er suchte der Stille im Raum beizukommen und fragte mich, ob ich’s auch mit dem Rücken hätte, und als ich verneinte und auf altersgemäße Untersuchungsroutine verwies, sagte er etwas von Bundeswehr und Afghanistan, und ich, von seiner Offenheit beeindruckt, dachte, dass es passte, wenn ich meinen Arbeitsplatz in der Bundestagsfraktion der LINKEN ins Feld führte.

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Adolphi 2020: Kein bloßer Appendix. Rezension zu einem Buch von Peter-Rudolf Zotl über die PDS 1989/90 in Berlin

nd vom 03.05.2020

Man mag es kaum glauben, 30 Jahre liegt die »Wende« in der DDR schon zurück. In Ost-Berlin, der Hauptstadt der DDR, war die politische Agenda besonders eng gestrickt. Auf die Volkskammerwahlen am 18. März 1990 folgten schon am 6. Mai die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, und am 2. Dezember fanden zeitgleich mit der gesamtdeutschen Bundestagswahl Wahlen zum nun für ganz Berlin zuständigen Abgeordnetenhaus statt. Die PDS war in diesem Prozess alles andere als das, was interessierte Kreise gern als »Rand« bezeichnen.

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Über Adolphi 2020: Klaus Weber: Die Frage nach den Anfängen. Wolfram Adolphi hat seine Trilogie über die Geschichte einer Familie vollendet

über Hartenstein 3 in: nd vom 26.03.2020

Zu Recht wird darüber geklagt, dass in der deutschen Literatur kaum über die - wie Marx und Engels es ausdrücken - »wirklich existierenden, tätigen Menschen« geschrieben wird, über ihre Lebensverhältnisse und die damit verbundenen Probleme, Widersprüche, Ängste, aber auch die Freuden und Hoffnungen. Adolphis drei Bände sind in diesen Zeiten die große Ausnahme: Sie reflektieren das reale Leben von Menschen vor, während und nach der Nazizeit, im deutschen Kaiserreich, in der Hitlerdiktatur, in der alten Bundesrepublik und in der DDR. Sie zeigen, wie das...

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Adolphi 2020: Halbtrocken, süffig. Und Salzgurken. Wolfram Adolphi zeichnet Lebenswege nach 1945 nach

nd vom 21.03.2020

Im März 2020 war ich vom nd zur Leipziger Buchmesse eingeladen, um den 3. Band vom "Hartenstein" vorzustellen. Da wegen der beginnenden Corona-Krise die Buchmesse abgesagt wurde und auch eine kleine "Ersatzmesse" im nd-Gebäude in Berlin nicht stattfinden konnte, machte das nd mir und anderen für die Buchmesse geplanten Autorinnen und Autoren die Freude, einen Textauszug aus dem vorzustellenden Buch zu drucken. Hier also der Beginn von Hartenstein 3.

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Adolphi 2020: Gespräch mit Arnold Schölzel in der Tageszeitung "junge Welt" über "Hartenstein"

in: junge Welt vom 25.02.2020

Das Gespräch erschien in der Wochenendbeilage der "jungen Welt" unter der Überschrift »Merkel sagte kein einziges Mal ›Auschwitz‹ oder ›IG Farben‹«. Das ist ein Bezug auf die Rede, die die Bundeskanzlerin im April 2016 in Leuna zum 100. Jahrestag des Beginns des Baus der Leuna-Werke gehalten hat und mit der sich Jakob Hartenstein in Band 2 der Romantrilogie auseinandersetzt. Das Gespräch, das kurz vor dem Erscheinen des 3. Bandes stattfand, gab mir auch die Möglichkeit, ausführlich über die Entstehung des Romanprojekts zu reden.

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