Texte Asiaticus

Asiaticus 1937: China im Abwehrkrieg

In den Mittagsstunden des achtundzwanzigsten Juli erreichte uns in Shanghai die Nachricht, dass die 29. Armee in Hopei die Gegenoffensive gegen die japanische Invasion ergriffen habe; die strategisch wichtigen Bahnpunkte Fengtai und Langfang seien von den chinesischen Truppen zurückerobert worden. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch ganz Shanghai und in wenigen Minuten war die Stadt in einen Taumel der Begeisterung versetzt.

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Asiaticus 1937: Kreuzer Emden

in: Die Neue Weltbühne, Prag-Zürich-Paris, Nr. 9 vom 25. Februar 1937, S. 271-272

Der Kreuzer »Emden« besuchte kürzlich Nanking und Shanghai, es war ein grosses Fest. Die hiesigen Nazis veranstalteten Parademärsche, Empfänge, Theateraufführungen, Tanz und öffentliches Essen von Eintopfgerichten, sie begossen das Ereignis mit Bier, Sekt und Whisky. Aber die Chinesen waren verstimmt, sie wissen, welchem Zweck die Nazi-Panzerkästen dienen.

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Asiaticus 1937: Japan und China

in: Die Neue Weltbühne, Prag-Zürich-Paris, Nr. 8 vom 18. Februar 1937, S. 238-240

Deutschland und Japan, die beiden dynamischen Mächte, haben sich in die Sackgasse der Isolierung verrannt. Japans Isolierung ist perfekt, sie ist vollständiger als die deutsche. »Heraus aus der Sackgasse!« ist der Kampfruf der parlamentarischen Opposition gegen die Militärdiktatur.

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Asiaticus 1937: Handels-Harakiri

in: Die neue Weltbühne, Prag-Zürich-Paris, Nr. 1/1937 v. 1. Januar 1937, S. 5-9

Das deutsch-japanische Bündnis hat hier wie eine Bombe gewirkt. Trotz der Weltkrise und der besonderen Not, in die China durch die japanische Invasion geraten ist, stieg Deutschlands Einfuhr nach China von Jahr zu Jahr.

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Asiaticus 1936: Hitler in Tokio

in: Die neue Weltbühne, Prag-Zürich-Paris, Nr. 48/1936 vom 26. November 1936, S. 1513-1515

 

Nachgedruckt in: Das Blättchen, Berlin, Nr. 24/2006 vom 27. November 2006, S. 10-13

 

Japans ostasiatische Politik ist gegenwärtig Hitlers Politik in Europa so ähnlich, dass man sich fragt, ob Hitler bei den Generalen und Diplomaten in Tokio oder ob diese bei ihm zur Schule gegangen sind. Die ganze Propagandamaschine des japanischen Generalstabs sucht zu beweisen, dass es für Ostasien keine bedrohlichere Gefahr als die »rote Invasion eines dritten Landes« gibt.

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