Texte Adolphi

Adolphi 2004: Das Konsequente Ich. Rezension zu einem Buch von Jens Bisky

in: Das Blättchen, 20.12.2004

Es ist ein exzellent geschriebenes Buch, und es gefällt mir nur mäßig, und beides hat mir Gewinn verschafft. Die Rede ist von Jens Biskys Geboren am 13. August. Der Sozialismus und ich.

Die Erinnerungen und Ansichten eines Mannes vom Jahrgang 1966. Der zehn war, als Biermann aus der DDR verjagt wurde, zwanzig, als das Gorbatschow-Feuer brannte und die SED-Spitze den Löschmeistertrupp gab, und dreiundzwanzig, als Honecker tausenden anderen Dreiundzwanzigjährigen keine Träne nachweinte.

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Adolphi 1991: Rede im Berliner Abgeordnetenhaus zum Golfkrieg und zur Gewalt im Baltikum

24. Januar 1991

 

Diese Rede war meine einzige in der Zeit meiner Mitgliedschaft im Berliner Abgeordnetenhaus (Januar-August 1991). Ich hatte als Landesvorsitzender der PDS meinen Wahlkreis in Berlin-Mitte gewonnen. Die Rede wurde - wie im hier übernommenen offiziellen Protokoll deutlich zu erkennen ist - mehrmals von tumultartigen Zwischenrufen aus den Regierungsfraktionen CDU und SPD unterbrochen.

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Adolphi 1990: Sind wir nun weltoffen?

in: Die Weltbühne, Berlin (DDR), Nr. 5/1990 vom 30. Januar 1990, S.132-133

Das ist ein Text mitten aus dem fiebrigen, schlaflosen, so erwartungs- wie sorgenreichen Januar 1990. Beim Schreiben war ich noch Angehöriger der Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universität. Zwei Wochen später wurde ich völlig überraschend als Seiteneinsteiger zum Vorsitzenden der Berliner PDS gewählt.

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Adolphi 1989: Das faschistische Deutschland als "Freund". Archivalien in der VR China zu den Erfahrungen der Guomindangregierung 1935-1941

geschrieben im Dezember 1987 in China an der Beijing-Universität;

gedruckt in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Berlin (DDR), Heft 3/1989 (37. Jg.), S. 211-227

Im Frühsommer 1936, auf dem Höhepunkt mehrmonatiger intensiver, auf eine umfassende Vertiefung der bilateralen Beziehungen gerichteter Verhandlungen zwischen Deutschland und China, erhält der Ministerpräsident der Republik China, Marschall Jiang Jieshi (Tschiang Kai-schek), ein vom 13. Mai 1936 datiertes persönliches Schreiben des "Führers und Reichskanzlers" des faschistischen Deutschlands, Adolf Hitler.

 

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Adolphi 1988: Chinaforschung ohne Distanz

in: Die Weltbühne, Berlin (DDR), Nr. 40/1988 vom 4. Oktober 1988, S. 1260-1261

Zum ersten Mal hatte die Europäische Vereinigung für Chinastudien (EACS) zu einer Konferenz in ein sozialistisches Land eingeladen, und fast überall, wo in Europa zu Chinas Geschichte und Gegenwart, zu seiner Literatur und Sprache geforscht wird, war der Ruf nach Weimar auf freundliche Zustimmung gestoßen.

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